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SERVICE TODAY 5/2008; Seite 14; Technischer Service

Condition Based Services und Servicemanagement

Der Begriff »Condition Based Services « bezeichnet die zustandsorientierte Instandhaltung und Wartung. Im Maschinen- und Anlagenbau gewinnt diese Form der Servicegestaltung in zunehmendem Maße an Bedeutung. Zukünftig wird die Planung von Wartungsarbeiten verstärkt anhand des konkreten Zustands einer Maschine erfolgen und weniger in festen Zeitintervallen stattfinden, so wie es heute noch weit verbreitet ist.


Planung und Abrechnung von Wartungen

Die Aufgabe des Vertriebs ist der Verkauf von neuen Produkten. Auch der Service soll – neben der Aufrechterhaltung der Produktfunktionalität – seine Serviceprodukte anbieten und verkaufen. Dabei zählen auch Wartungsverträge zur Palette der Serviceprodukte. Ein Wartungsvertrag überträgt die Verantwortung für den Maschinenzustand auf den Hersteller oder den Servicedienstleister, in der Folge erwartet der Kunde eine optimale Maschinenverfügbarkeit. Für den Hersteller bedeutet der Vertragsabschluss einen planbaren Umsatz und bietet die Chance einer erhöhten Kundenbindung.

In der Regel werden in Wartungsverträgen Zeitintervalle vereinbart, im Rahmen derer die Wartungen stattfinden sollen. Eine andere Form der planbaren Wartung / Instandhaltung ist beispielsweise die Kalkulation des nächsten Wartungseinsatzes auf Basis der gemessenen Betriebsstunden oder des analysierten Ölzustandes. Die möglichen Abrechnungsarten für diese Art der Wartungen reichen von einer Jahrespauschale für den Rundum- Sorglos-Vertrag bis zur detaillierten Preisgestaltung mit Freimengen oder - Stunden sowie vertraglich vereinbarten Sonderpreisen für Dienstleistungen und Material. Das Innosoft Wartungsmodul unterstützt alle gängigen Formen der Wartungsplanung und -abrechnung. Die Planung der nächsten Wartungseinsätze lässt sich grafisch oder in Tabellenform darstellen. Die Möglichkeit der Simulation erleichtert es dem Planer, die Einsätze in freien Zeiträumen zu platzieren.

Zustandsorientierte Wartung

Die Wartung eines Produktes bringt in der Regel eine Produktionsunterbrechung mit sich. Damit die Maschinen und Anlagen so unterbrechungsfrei wie möglich produzieren können, wünscht der Kunde die Wartung erst zu dem Zeitpunkt, wenn es zwingend notwendig ist. Man spricht in diesem Fall vom Condition Based Services, also der zustandsorientierten Instandhaltung und Wartung. Diese Form der von festen Zeitintervallen unabhängigen Servicegestaltung gewinnt aus den genannten Gründen zunehmend an Bedeutung.

Verbesserte Kapazitätsplanung

Die Kapazitäten in den Serviceabteilungen sind meist sehr limitiert. Werden dann durch zyklische Wartungsarbeiten, die vom aktuellen Anlagenzustand her gar nicht notwendig wären, Mitarbeiter gebunden, verschärft dies die Situation zusätzlich. Auch für den Betreiber entstehen durch die intervallge triggerte Wartung signifikante Nachteile, da sie Maschinenstillstände und somit finanzielle Einbußen mit sich bringt. Je nach Gestaltung des Vertrags können zudem höhere Wartungskosten
das Budget belasten.

Um schnell eine Übersicht über die anstehenden Wartungen zu erhalten, welche sich am konkreten Zustand der Kundenlagen orientieren, empfiehlt sich die Kopplung von einem Servicemanagementsystem mit Condition Monitoring Systemen, die den Zustand von Maschinen überwachen. Das Wartungsmodul des Innosoft Servicemanagementsystems zeigt in der Regel die Wartungseinsätze nach zuvor definierten Wartungsintervallen an. Durch Kopplung mit dem MEP ® Manager der Firma Intec wird das Servicemanagementsystem über den technischen Zustand einer Maschine informiert und kann gegebenenfalls einen Wartungseinsatz auslösen.

Mit dieser Verbindung kann die Kapazitätsplanung schnell und zügig abgewickelt werden. Entscheidend ist, dass die Terminierung fälliger Wartungen mit dem Betreiber frühzeitig abgestimmt werden kann. So bleibt ausreichend Zeit für die Suche nach Ausweichkapazitäten oder eine entsprechende Anpassung der Produktionsplanung. Die Firmen Innosoft GmbH und Intec International GmbH stellen im Folgenden die Integration von Condition Monitoring in das Servicemanagementsystem vor.



 

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